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Projekte Sprachwissenschaft

XLinC Lab – Experimentelle Pragmatik: Affirmative und zurückweisende Erwiderungen auf negative Assertionen und Fragen

Das Projekt zielt auf affirmative und zurückweisende (negierende) Erwiderungen auf Sprechakte wie Assertionen und Fragen, wie im Englischen "yes", "no", "right", "wrong", "okay", "uh-huh" und "uh-uh", und im Deutschen "ja", "nein", "doch", "genau", "m-mh", und "m-m". Es untersucht mit experimentellen Mitteln die Interpretation von solchen Partikeln und paralinguistischen Emblemen in verschiedenen Kontexten, vor allem im Hinblick auf negierte und nicht-negierte Antezendens-Sätze, sowohl Assertionen und Polatitätsfragen, und in verschiedenen Kontexten. Es will damit nicht nur zum Verständnis von solchen Erwiderungen beitragen, sondern auch zum Verständnis der Semantik und Pragmatik der relevanten Merkmale der Antezendenssätze und der jeweiligen Kontexte. Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.

Members: Prof. Dr. Sophie Repp

XLinC Lab – Experimentelle Pragmatik: Eine Neubetrachtung des epistemischen Schritts: Die Rolle der Sprecher- und Hörerperspektive für die Verarbeitung quantitativer und temporaler Implikaturen

Das Ziel des Projektes ist es, direkt zu untersuchen, welche Rolle das Wissen über den epistemischen Zustand des Sprechers für die pragmatische Verarbeitung spielt.  Die zentrale Fragestellung ist, ob diese epistemische Information über den Sprecher inkrementell vom Hörer verarbeitet wird und ob sie eine Rolle für die Evaluation der Wahrheitsbedingungen des Satzes spielt. Der Schwerpunkt des Projektes sind die generalisierten Implikaturen in Bezug auf logische Terme. Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.

Members: Dr. Maria Spychalska

Die Bindungseigenschaften von Demonstrativpronomen, komplexen Demonstrativa und definiten Beschreibungen

Das Projekt baut auf den Resultaten des von Herrn Hinterwimmer gemeinsam mit Prof Dr. Peter Bosch (Universität Osnabrück) geleiteten Projekts „Referenz und Bindung von deutschen Demonstrativpronomen“ auf.  Die wichtigsten Resultate diese Projekts sind die folgenden: 1. Entgegen der Standardaufassung können Demonstrativpronomen wie der/die/das prinzipiell ebenso wie Personalpronomen (er/sie/es) auch von Quantoren (wie z. B. "jede Studentin") gebunden werden, vermeiden aber Subjekte als Binder 2. Demonstrativpronomen vermeiden in ihren koreferenziellen Lesarten nicht notwenigerweise Subjekte oder Topiks als Antezedenten, sondern Nominalphrasen, deren Referenten perspektivische Zentren sind. 3. Demonstrativpronomen können in bestimmten Konfigurationen sogar von Subjekten gebunden werden - nämlich dann, wenn ein prominenteres perspektivisches Zentrum verfügbar ist, das nicht mit dem Subjekt identisch ist.
Diese Ergebnisse werfen eine Reihe von Fragen auf, deren Beantwortung unser Verständnis von Bindung und Kovarianz sowie der Rolle, die Perspektivnahme bei diesen Prozessen spielt, vertiefen werden. Die erste Frage bezieht sich auf das Verhältnis von Subjektvermeidung und der Vermeidung von perspektivischen Zentren: Kann das erste Prinzip aus dem zweiten abgeleitet werden, oder muss es als unabhängiges Prinzip beibehalten werden, das zumindest in bestimmten Konfigurationen gültig bleibt?
Unsere Schlussfolgerungen bezüglich der Bindungseigenschaften von Demonstrativpronomen beruhen ausschließlich auf Sätzen, die Universalquantoren mit overten Nominalphrase (wie eben "jede Studentin")  enthalten. Vorläufige Evidenz legt jedoch den Schluss nahe, dass gebundene Lesarten für Demonstrativpronomen viel schwerer zu bekommen sind, wenn es sich bei den Bindern um negative Quantoren (wie z. B. "keine Studentin") oder solche ohne eine overte Nominalphrase  (wie z. B. "niemand" oder "jeder") handelt. Daraus ergibt sich die folgende Frage: Können Demonstrativpronomen  wirklich auf dieselbe Weisegebunden werden wie Personapronomen oder entstehen gebundene Lesarten in ihrem Fall durch einen indirekteren Mechanismus, der besonderen Beschränkungen unterliegt?
Es wurde von zahlreichen Forschern gezeigt, dass definite Beschreibungen (die Katze) und komplexe Demonstrativa (diese Katze) in manchen Fällen ebenfalls wie gebundene Variablen interpretiert werden können. Was jedoch nicht im Detail untersucht wurde, sind die Bedingungen, unter denen solche Lesarten möglich sind. Vor dem Hintergrund unserer Ergebnisse zu den Bindungseigenschaften von Demonstrativpronomen  ist es daher eine naheliegende Frage, ob definite Beschreibungen und komplexe Demonstrativa in ihren Bindungseigenschaften denselben Beschränkungen unterliegen wie Demonstrativpronomen. Spielt Subjektvermeidung bzw. die Vermeidung perspektivischer Zentren in ihrem Fall ebenfalls eine Rolle oder kann ihr Bindungsverhalten aus der von Schlenker (2005) vorgeschlagenen pragmatischen Rekonstruktion des Prinzips C der Bindungstheorie hergeleitet werden? In dem neuen Projekt werden wir diesen Fragen mit experimentellen Methoden wie Lesezeit- und Akzeptabilitätsstudien nachgehen und auf der Basis der Ergebnisse ein theoretisches Modell dafür entwickeln, wie semantische, syntaktische und pragmatische Prinzipien bei der Entstehung gebundener Lesarten von Demonstrativpronomen, komplexen Demonstrativa und definiten Beschreibungen interagieren.

Members: Dr. Stefan Hinterwimmer

XLinC Lab – Experimentelle Pragmatik: 3 Kölner Projekte in der 2. Förderphase

Das durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Schwerpunktprogramm 1727 „XPrag.de: New Pragmatic Theories Based on Experimental Evidence“ geht in die 2. Förderphase. Mehr Info.

Processing speaker's meaning: Epistemic state, cooperation and commitment

2017-2020 (Project within the DFG-funded SPP 1727 XPrag.de)

This project seeks to advance our knowledge of the online comprehension of speaker's meaning, i.e. the identification and if necessary reconstruction of the mental representation and intentions of the speaker when making a particular utterance. Our research in experimental pragmatics departs from two distinct points of view. The first line of investigation pursues the role of particular pragmatic aspects of speaker's meaning in language processing, including epistemic states, cooperation, reliability and commitment. The second line seeks to assess and advance a neuro-cognitively plausible model of language comprehension and its prediction for pragmatic processing.

Members: Petra B. Schumacher, Barbara Tomaszewicz

DFG Priority Program XPrag.de

2014-2020

DFG Priority Program „XPrag.de: New Pragmatic Theories based on Experimental Evidence“ (SPP 1727) (2014-2020)

Projektleiter:  Petra B. Schumacher (Cologne) & Uli Sauerland (ZAS)

Homepage: www.xprag.de

Processing speaker's meaning: Informativeness and perspective

2014-2017 (Project within the DFG-funded SPP 1727 XPrag.de)

This project seeks to advance our knowledge of the online comprehension of speaker’s meaning, i.e. the identification and if necessary reconstruction of the intentions of the speaker when making a particular utterance. Our research in experimental pragmatics departs from two distinct points of view. The first line of investigation pursues the role of particular pragmatic aspects of speaker’s meaning in language processing, including the notions of informativeness, speaker perspective, context, and truth conditions (as a reflection of the quality maxim). The second line seeks to assess and advance a neuro-cognitively plausible model of language comprehension and its predictions for pragmatic processing. In its current form, the model accounts for referential processing and makes strong claims about pragmatic adjustments resulting in referential shift (cf. Schumacher 2013). The aim of the current research is to extend this model to pragmatic phenomena above and beyond referential processing.

Members:  Petra B. Schumacher, Hanna Weiland-Breckle