zum Inhalt springen

Projekte Ältere deutsche Literaturwissenschaft

Geisteswissenschaften in der Welt / Studium Integrale

2015-2017

Im Rahmen der Neuorganisation des Wissensbereichs (universitas) des Studium Integrale wird eine interdisziplinäre Vermittlung von Themen und Methoden unterschiedlicher  Fachwissenschaften für fachfremde Hörer_innen aller Fakultäten angestrebt. Die speziell entwickelten Lehrveranstaltungen (Clustervorlesungen) präsentieren unter dem Label „WeiterDenken“ Einblicke in die vielfältigen Gegenstandsbereiche geisteswissenschaftlicher Forschung. An der Philosophischen Fakultät wird so ein Angebot des Studium Integrale entwickelt, das für andere Fakultäten impulsgebend fungieren soll.

Mehr zum Projektfortschritt.

Projektleitung: Prof. Dr. Monika Schausten

Reform als Textstrategie. Untersuchungen zum literarischen Oeuvre des Johannes Meyer O.P.

2014-2017

gefördert von der DFG

Das Projekt hat eine umfassende literaturwissenschaftliche Erschließung der deutschen und lateinischen Schriften des Dominikanerobservanten und Ordenschronisten Johannes Meyer (1422/23-1485) mit texttypologischem, narratologischem, funktions- und diskurshistorischem Zugriff zum Ziel. Untersucht werden fünf überlieferungsgeschichtlich fundierte Textkomplexe (1. ,Buch der Ämter‘, ,Buch der Ersetzung‘; 2. ,Buch der Reformacio Predigerordens‘; 3. ,Vitas fratrum‘, ,Papst-‘ und ,Kaiserchronik‘; 4. Schwesternbücher-Redaktionen; 5. Lateinische Schriften: ,Chronica brevis‘, ,Liber de illustribus viris‘), mit denen das monastische Schrifttum Johannes Meyers repräsentativ und nahezu vollständig erfasst ist. Angestrebt wird eine Einordnung des gewichtigen Œuvres nicht allein unter ordens- und kulturgeschichtlicher Perspektive, sondern vor allem mit Blick auf seine Positionierung im Kontext der spätmittelalterlichen ,Frömmigkeitstheologie‘ sowie hinsichtlich seines originären Beitrags für die deutsche Literatur des 15. Jahrhunderts. Damit wird ein weithin vernachlässigtes Textcorpus in die Mitte und in die ihm zustehende Aufmerksamkeit einer wissenschaftlichen Diskussion zur geistlichen Literatur des 15. Jahrhunderts gerückt, das nicht zuletzt für das Verständnis des Verhältnisses von Reformund Reformationweiterführende Impulse und Akzente zu setzen verspricht.

Projektleitung: Dr. Christian Seebald

Edition und Kommentierung der deutschen Versnovellistik

des 13. und 14. Jahrhunderts

1.3.2009 – 29.2.2012; 1.3.2012 – 28.2.2015; 1.3.2015 – 28.2.2017

gefördert von der DFG

Ziel des Projektes ist die Edition und Kommentierung der deutschen Versnovellistik (‚Mären’) des 13./14. Jahrhunderts. Es handelt sich um 171 Erzählungen mit ca. 58.500 Versen an ediertem Text; insgesamt sind ca. 172.000 Verse überliefert. Das Corpus umfasst die 113 von Heinrich Niewöhner für sein ‚Neues Gesamtabenteuer’ vorgesehenen Stücke, von dem nur ein erster Band mit 37 Stücken 1937 erschienen ist. Weil Niewöhners Editionsprinzipien aus heutiger Sicht der Spezifik des Genres nicht gerecht werden, werden zu den 76 nicht edierten Texten auch die 37 aus dem ersten Band des ‚Neuen Gesamtabenteuers’ bearbeitet. Hinzu kommen 58 Stücke aus dem Überlieferungsumfeld, die bisher aus einer dem Genre unangemessenen, rigoristischen Auffassung von literarischen Gattungen nicht berücksichtigt wurden. Ausgeschlossen sind aus pragmatischen Gründen Texte, die in Autor- und Corpusausgaben in jüngerer Zeit ediert worden sind.

Projektleitung: Prof. Dr. Klaus Ridder (Tübingen), Prof. Dr. Hans-Joachim Ziegeler (Köln)

MitarbeiterInnen in Köln: Dr. Gudrun Felder, Dr. Henrike Schaffert, Manuela Gliesmann M.A.

Homepage: www.versnovellistik.uni-koeln.de