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Dr. Susanne Düwell

Institut für Deutsche Sprache und Literatur I
Neuere deutsche Literaturwissenschaft
Albertus Magnus Platz
D-50923 Köln

Raum: 3.214
Tel: 470-5377
Fax: 470- 5107
E-Mail: sduewell@uni-koeln.de

Aktuelle Sprechstunden nach Vereinbarung per Mail.

Biographisches

  • Studium der Germanistik, Philosophie und Musikpädagogik in Bonn, Berlin und Koblenz.
  • 2003 Promotion im Fach Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Bonn.
  • 1999-2002 Mitarbeiterin im SFB „Judentum-Christentum“/Teilprojekt „Apokalypse und Messianismus“ an der Universität Bonn.
  • 2003-2005 Minerva-Fellowship (MPG) in Kooperation mit dem Franz Rosenzweig Research Center/Jerusalem.
  • 2007-2009 Mitarbeiterin im interkulturellen Forschungsprojekt „Deutsche Musikkultur im östlichen Europa“ am Zentrum für Kulturwissenschaft der Universität Bonn.
  • 2009-2014 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Ruhr-Universität Bochum
  • 2011-2015 DFG-Forschungsprojekt „Fall-Archive“.
  • Seit 2014 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität zu Köln.
  • Seit 2016 DFG-Forschungsprojekt „Falldarstellungen der gerichtlichen Psychologie (1790-1840)“

Forschungsschwerpunkte

  • deutsch-jüdische Literatur
  • Erinnerungskultur
  • Autobiographik
  • Fallgeschichtenforschung
  • Zeitschriftenforschung
  • Spätaufklärung
  • Kriminalliteratur
  • Musik und Text

Forschungsprojekt:

Fall-Archive (DFG)

Publikationen

Bücher

  • „Fiktion aus dem Wirklichen“. Strategien autobiographischen Erzählens im Kontext der Shoah, Bielefeld 2004.
  •  Susanne Düwell/Matthias Schmidt (Hg.): Narrative der Shoah. Repräsentationen der Vergangenheit in Historiographie, Kunst und Politik, Paderborn 2002.
  • Susanne Düwell/Nicolas Pethes (Hg.): Fall, Fallgeschichte, Fallstudie. Theorie und Geschichte einer Wissensform, Frankfurt a. M. 2014.
  •  Susanne Düwell/Nicolas Pethes (Hg.): Zeitschrift als Archiv. Themenheft der Zeitschrift „Sprache und Literatur“, 45. Jg. (2014/2).
  • Susanne Düwell/Andrea Bartl/Christof Hamann/Oliver Ruf (Hg.): Handbuch der Kriminalliteratur. Theorien – Geschichte – Medien, Stuttgart 2018 (im Druck).

 

Aufsätze

  • Inszenierung ‚authentischer‘ Erinnerung. Die fiktionale Holocaust-Autobiographie von Binjamin Wilkomirski, in: Narrative der Shoah, Paderborn 2002, hg. v. Susanne Düwell/Matthias Schmidt, S. 77-90.
  •  Die Montage von Gewaltdiskursen in Elfriede Jelineks Sportstück, in: Diskurse der Gewalt ‑ Gewalt der Diskurse, hg. v. Johannes Angermüller, Münster 2005, S. 227-240.
  •   „Ein Toter macht noch keinen Roman“. Literarische Repräsentationen des Krieges in Norbert Gstreins Roman Handwerk des Tötens und Peter Handkes Unter Tränen fragend, in: Zeichen des Krieges in Literatur, Film und den Medien. Bd. 2 Ideologisierungen und Entideologisierungen, hg. v. Stephan Jaeger/Christer Petersen, Kiel 2006, S. 92-117.
  •  (Un)sichtbarkeit in der deutsch-jüdischen Gegenwartsliteratur, in: Zwischen Erinnerung und Neubeginn. Zur deutsch-jüdischen Geschichte nach 1945, hg. v. Susanne Schoenborn, München 2006, S. 214-231.
  • Peter Handkes literarische Reaktion auf den Krieg in Jugoslawien, in: Imaginäre Welten im Widerstreit. Krieg und Geschichte in der deutschsprachigen Literatur des 20. Jahrhunderts, hg. v. Lars Koch/Marianne Vogel, Würzburg 2007, S. 235-248.
  • Der Skandal um Handkes ästhetische Inszenierung Serbiens, in: Literatur als Skandal, hg. v. Stefan Neuhaus, Würzburg 2007, S. 577-587.
  • Emotionale Effekte filmischer Repräsentationen des Holocaust, in: Moderne. Kulturwissenschaftliches Jahrbuch 3 (2007): Themen-schwerpunkt: Emotionen, hg. v. Helga Mitterbauer/Katharina Scherke, S. 179-195.
  •  „Das Politische hat jede Aussage angesteckt“ – Familienverhältnisse in der deutsch-jüdischen Gegenwartsliteratur, in: Tel Aviver Jahrbuch für Geschichte XXXVI. Mütterliche Macht und väterliche Autorität. Elternbilder im deutschen Diskurs, hg. v. José Brunner, Göttingen 2008, S. 215-235.
  •  Konzeptionen jüdischer Identität und deutsch-jüdischer Literatur (Maxim Biller und Doron Rabinovici), in: Konzeptionen des Jüdischen – kollektive Entwürfe im Wandel, hg. v. Gerald Lamprecht, Innsbruck 2009, S. 294-309.
  •  „Heimat auf Zeit“. Soziokulturelle Entwicklung und Selbstverständnis der Deutschen aus Wolhynien, in: Deutsche Musikkultur im östlichen Europa. Konstellationen – Metamorphosen – Desiderata – Szenarien, hg. v. Erik Fischer, Stuttgart 2012, S. 143-160.
  •  Hybridität, Diaspora, Bruch: Poetologische Konzepte deutsch-jüdischer Gegenwartsliteratur, in: Aussiger Beiträge 6 (2012), S. 81-102.
  • Noch nicht Wissen. Die Fallsammlung als Prototheorie in Zeitschriften der Spätaufklärung, in: Literatur und Nicht-Wissen, hg. v. Michael Bies/Michael Gamper, Zürich/Berlin 2012, S. 131-148 (gemeinsam verfasst mit Nicolas Pethes).
  • „Das zwangshaft projizierende Selbst“. Die Reflexion von Bildern des Jüdischen im Werk von Doron Rabinovici, in: Bilder des Jüdischen. Selbst- und Fremdzuschreibungen im 20. und 21. Jahrhundert, hg. v. Juliane Sucker/Lea Wohl, Berlin/Boston 2013, S. 281-303. (Europäisch-jüdische Studien Beiträge, Bd. 6)
  • Ästhetische Reflexion der Darstellung von Exil und Krieg im Werk Norbert Gstreins, in: Die Shoah und der Nationalsozialismus in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur, hg. v. Torben Fischer/Philipp Hammermeister/Sven Kramer, Amsterdam 2013, S. 197-217 (Amsterdamer Beiträge zur neueren Germanistik).
  •  Erfahrungsseelenkunde als ‚innere Geschichte des Menschen’. Marcus Herz’ Beschreibung seiner eigenen Krankheit und die Anfänge psychologischer Falldarstellungen, in: Gattungs-Wissen. Wissenspoetologie und literarische Form, hg. v. Michael Bies/Michael Gamper/Ingrid Kleeberg, Göttingen 2013, S. 74-95.
  • Populäre Falldarstellungen in Zeitschriften der Spätaufklärung: Der spektakuläre Fall des „Menschenfressers“ Goldschmidt, in: Fall, Fallgeschichte, Fallstudie. Theorie und Geschichte einer Wissensform, hg. v. Susanne Düwell/Nicolas Pethes, Frankfurt a.M. 2014, S. 293-314.
  • Fall, Wissen, Repräsentation – Epistemologie und Darstellungs-ästhetik von Fallnarrativen in den Wissenschaften vom Menschen, in: Fall, Fallgeschichte, Fallstudie. Theorie und Geschichte einer Wissensform, hg. v. Susanne Düwell/Nicolas Pethes, Frankfurt a.M. 2014, S. 9-33 (gemeinsam verfasst mit Nicolas Pethes)
  • Pädagogische Fallerzählungen im Kontext der Reformpädagogik: „Geschichte des jungen Ferdinand, eines 20jährigen Jünglings“, in: Casus. Von Hoffmanns Erzählungen bis Freuds Novellen. Eine Anthologie der Fachprosagattung „Fallerzählung“, hg. v. Carsten Zelle, Hannover 2015, S. 57-78 (Bochumer Quellen und Forschungen zum 18. Jahrhundert).
  • Es gibt ein Gedicht, das ist ein Ungedicht“. Lyrik nach dem Zivilisationsbruch – die Gedichte Tuvia Rübners, in: Tuvia Rübner lesen, hg. v. Jürgen Nelles, Aachen 2015, S. 180-197.
  • Das Archiv der Aufklärung. Fallsammlungen und Bevölkerungs-statistik in der Berlinischen Monatsschrift (1783-1793), in: Internationales Archiv für Sozialgeschichte der deutschen Literatur 40, 1 (2015), S. 21-45 (gemeinsam verfasst mit Nicolas Pethes).
  • „Dunkle Gefühle entscheiden oft mehr, als deutlich gedachte Gründe“. Kriminalfälle in Kleins Annalen der Rechtsgelehrsamkeit und die Schwierigkeiten einer Ermittlung der ‚inneren Handlung‘, in: Tötungsarten/Ermittlungspraktiken. Zum literarischen und kriminalistischen Wissen von Mord und Detektion, hg. v. Maximilian Bergengruen/Gideon Haut/Stephanie Langer, Freiburg i.Br. 2015, S. 153-169.
  • Die „Ausforschung der Kinder-Charactere“. Beobachtung und Falldarstellung in der Aufklärungspädagogik, in: Fallgeschichte(n) als Narrativ zwischen Literatur und Wissen, hg. v. Thomas Wegmann, Innsbruck 2016, S. 119-137. (= Innsbrucker Beiträge zur Kulturwissenschaft. Germanistische Reihe 83).
  •  „die verschiedenen Stimmen denkender Köpfe über wichtige, aber noch streitige Puncte zu sammeln“. Textstrategien im philanthropischen Zeitschriftendiskurs im Kontext der Allgemeinen Revision des gesammten Schul- und Erziehungswesens, in: Zwischen Journalistik und Literatur. Generische Formen, hg. v. Gunhild Berg/Magdalena Gronau/Michel Pilz, Heidelberg 2016, S. 67-88.
  • Institutionalisierung der Pädagogik und Rousseaurezeption im Philanthropismus, in: Institutionalisierte Pädagogik in Literatur und Film. Vom Mittelalter bis zur Gegenwart, hg. v. Metin Genc/Christof Hamann, Würzburg 2016, S. 87-109.
  • Der merkwürdige Totschlag des Bernhard Schimaidzig. Die gerichtspsychologische Karriere eines Falls von „Schlaftrunkenheit“ um 1800, in: Paradigmatische Fälle. Konstruktion, Narration und Verallgemeinerung von Fall-Wissen in den Geistes- und Sozialwissenschaften, hg. v. Ruben Hackler/Katherina Kinzel, Basel 2016, S. 87-105. (Itinera. Beiheft zur Schweizerischen Zeitschrift für Geschichte)
  •  „es soll das Mannigfaltigste […] sammeln, und es für den Denker und Forscher aufbewahren“. Das Magazin zur Erfahrungsseelenkunde als dynamisches Fall-Archiv, in: Sprache und Literatur, 45. Jg. (2014/2). Themenheft: Zeitschrift als Archiv, hg. v. Susanne Düwell/Nicolas Pethes, S. 57-73.
  •  „Husky voices“ und „Mischmundarten“. Stimme und Klang in Texten Marcel Beyers, in: Marcel Beyer. Text und Kritik 218/219, hg. v. Christof Hamann, München 2018, S. 82-99.
  • Anordnung und Rahmung von Falldarstellungen am Beispiel der gerichtspsychiatrischen Konstruktion des Falls Pierre Rivière, in: Aufführen, Aufzeichnen, Anordnen, hg. v. Céline Kaiser/Sophie Ledebur, Wiesbaden 2018 (im Druck).
  • Frühe Erinnerungen und Kindheit im Kontext von Erfahrungsseelenkunde und Philanthropismus, in: Kindheit und Literatur, hg. v. Davide Guiriato/Philipp Hubmann/Mareike Schildmann, Freiburg 2018 (im Druck).
  •  Lebensakten, Aktenleben. Zu Petra Morsbachs Justizpalast und Wilhelm Raabes Die Akten des Vogelsangs, in: Wilhelm Raabe trifft Petra Morsbach. Der Wilhelm Raabe-Literaturpreis 2017, hg. v. Hubert Winkels, Göttingen 2018, S. 17-48. (gemeinsam verfasst mit Christof Hamann) (im Druck).

 

Lexikon- und Handbuchartikel

  •  Schlink, Bernhard, in: Metzler Lexikon Autoren. Deutschsprachige Dichter und Schriftsteller vom Mittelalter bis zur Gegenwart, hg. v. Bernd Lutz/Benedikt Jeßing, Stuttgart/Weimar 42010, S. 687-688.
  • Jean Améry, in: W.G. Sebald-Handbuch, hg. v. Michael Niehaus/Claudia Öhlschläger, Stuttgart/Weimar 2017, S. 290-293.
  •  Familie/Familiengeschichte, in: W.G. Sebald-Handbuch, hg. v. Michael Niehaus/Claudia Öhlschläger, Stuttgart/Weimar 2017, S. 263-266.
  • Kanonische Kriminalliteratur des 19. Jahrhunderts, in: Handbuch der Kriminalliteratur. Theorien – Geschichte – Medien, hg. v. Susanne Düwell/Andrea Bartl/Christof Hamann/Oliver Ruf, Stuttgart 2018, S. 285-293 (im Druck).
  • Rätsel, in: Handbuch der Kriminalliteratur. Theorien – Geschichte – Medien, hg. v. Susanne Düwell/Andrea Bartl/Christof Hamann/Oliver Ruf, Stuttgart 2018, S. 189-196 (im Druck).

 

Rezensionen

  • Madleen Podewski: Kunsttheorie als Experiment. Untersuchungen zum ästhetischen Diskurs Heinrich Heines, in: Weimarer Beiträge, 3/2004, S. 477-480.
  • Darius Zifonun: Gedenken und Identität. Der deutsche Erinnerungsdiskurs, Frankfurt a.M. 2004, in: H-Soz-u-Kult, 25.01.2005.
  • Inge Stephan/Alexandra Tacke (Hg.): NachBilder des Holocaust, Köln 2007, in: H-Soz-u-Kult, 13.12.2007.
  •  Peter Sindlinger: Lebenserfahrung(en) und Erfahrungsseelenkunde oder Wie der Württemberger Pfarrer Immanuel David Mauchart die Psychologie entdeckt. Nürtingen/Frickenhausen 2010, in: Das achtzehnte Jahrhundert 36.1 (2012), S. 251-254.
  • Sophie Vasset (Hg.): Medicine and narration in the eighteenth century. Oxford: Voltaire Foundation 2013, in: Das achtzehnte Jahrhundert 38.1 (2014), S. 92-94.
  •  Stefan Goldmann (Hg.): Berühmte Fälle aus dem Magazin zur Erfahrungsseelenkunde. Eine Anthologie. Gießen: Psychosozial-Verlag 2015, in: Das achtzehnte Jahrhundert 40.2 (2016), S. 301-303.
  • Joseph Wälzholz: Der asoziale Aufklärer. Salomon Maimons „Lebensgeschichte“, Göttingen: Wallstein 2016, in: Das achtzehnte Jahrhundert (im Druck).