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Summer School in Lomé (Togo)

Nachhaltigkeit und ökologische Ethik sind vor dem Hintergrund intensiver Eingriffe in die Umwelt und in Zeiten der ausbeutenden Gestaltung von Naturräumen als Kulturressourcen (›Anthropozän‹) hochaktuelle Themen. Die Summer School 2017 an der Université de Lomé (Togo) wird sich den Ausprägungen dieser Themen in der deutschsprachigen Literatur widmen. Die Seminare, Workshops und Vorträge werden auf einer breiten Textbasis Fragen zu poetischen Repräsentationen von Natur, Umwelt und ökologischer Interaktion nachgehen. Von Interesse ist darüber hinaus insbesondere die Funktion von literarischer Kommunikation als Popularisierungsmedium für ein Wissen über die Mensch-Umwelt-Relation und als ästhetisch-diskursives Medium gesellschaftlicher Selbstreflexion.
Im Rückgriff auf die Erkenntnisse und Methoden des Ecocriticism sollen dabei nicht nur gegenwärtige literarische Formulierungen der Effekte von ökologischen Transformationen in den Blick genommen, sondern auch historische Imaginationen des Mensch-Natur-Verhältnisses wie auch die Wechselbeziehung zwischen Natur, Kultur und Text untersucht werden.

Die Summer School wird vom 20. bis 29. Januar 2017 in Lomé stattfinden und richtet sich an Masterstudent_innen und Doktorand_innen am IDSL I, die sich bereit erklären, eventuell eine Projektpräsentation zu übernehmen. Die Veranstaltungssprache ist Deutsch. Das International Office der Universität zu Köln übernimmt die Kosten für Flug und Unterkunft. Lediglich die Kosten für das Visum (ca. 40 Euro) und für Impfungen sind von den Teilnehmer_innen selbst zu tragen.

Bewerbungen mit einem einseitigen Motivationsschreiben, aus dem ein starkes wissenschaftliches Interesse hervorgeht, sollten bis zum 23.11. an folgende Email-Adresse eingehen: metin.genc@uni-koeln.de.

Biographik und Porträts im Werk Martin Mosebachs

Martin Mosebach gehört seit langem zu den wichtigsten deutschen Schriftstellern, sein Werk wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Heimito von Doderer-Preis (1999), dem Heinrich-von-Kleist-Preis (2002) oder dem Georg-Büchner-Preis (2007). Bekannt geworden ist er schon früh durch Romane wie Westend (1992), Eine lange Nacht (2000), Der Nebelfürst (2001), mit fiktionalen Porträts seiner Heimatstadt Frankfurt und ihrer Bewohner, oder durch sein Indien-Opus Das Beben (2005) sowie durch zahlreiche weitere Romane, Erzählungen, Essays oder Reisebeschreibungen.

Hochgerühmt wird in den deutschen Feuilletons immer wieder die von Martin Mosebach dezidiert als handwerklich bezeichnete Erzählkunst, vor allem seine Kunst des Porträtierens, sowohl realer wie fiktionaler Figuren, und seine Kunst in der Entwicklung fiktionaler Lebensgeschichten. An wissenschaftlichen Auseinandersetzungen mit Martin Mosebachs Werk fehlt es weitgehend. Die Konferenz reagiert darauf, indem sie Fellows und Mitarbeiter des Kollegs, die mit Mosebachs Werk vertraut sind, mit zumeist jungen deutschen Wissenschaftlern zusammenführt, die über Mosebach in letzter Zeit promoviert oder Aufsätze geschrieben haben.

Martin Mosebach war 2012/2013 Fellow bei Morphomata, mit einem Projekt über Todesbildlichkeit in der Erzählliteratur, aus dem dann der Roman Das Blutbuchenfest entstand, der 2014 im Hanser-Verlag München  erschien. Als Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung half er bei der Entwicklung und Konzipierung der Poetica, dem Festival für Weltliteratur, das Morphomata seit 2015 mit der Akademie durchführt.

Die Lesung Martin Mosebachs aus Mogador und das Gespräch mit Günter Blamberger finden am 01.12.2016 um 20.00 Uhr in der Stadtbibliothek Köln statt.

Flyer mit Tagungsprogramm.

Kleists Shakespeare - Internationale Jahrestagung der Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft

17-19. November 2016 im Literarischen Colloquium Berlin.


Die Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft lädt zu der Tagung "Kleists Shakespeare" im Literarischen Kolloquium Berlin, bei der namhaften Experten wie Justus Fetscher, Rüdiger Görner, Christian Moser, Claudia Olk oder David Wellbery über Kleists Shakespeare-Rezeption sprechen werden. Die Tagung beginnt am 17.11.2016 um 15.00 Uhr und endet am 19.11.2016 mit einer Lesung der diesjährigen Kleist-Preisträgerin Yoko Tawada um 17.00 Uhr. Tawada liest aus ihren Bänden "Ein Balkonplatz für flüchtige Abende" (Prosagedicht) und "akzentfrei" (Essays). Die Tagung ist öffentlich und gebührenfrei.

Kontakt: b.moll@uni-koeln.de

Hier zum Programmheft.