Sprachwissenschaft (Linguistik)
Herzlich willkommen auf der Seite der Sprachwissenschaft des Deutschen (SWD)! Die Sprachwissenschaft, auch Linguistik genannt, untersucht die verschiedenen strukturellen Aspekte und die Bedeutung von sprachlichen Ausdrücken.
- Die Phonetik und Phonologie untersucht die lautlichen Eigenschaften von Sprache - von einzelnen Lauten, Silben, Wörtern und auch von ganzen Sätzen.
- Die Morphologie untersucht die Struktur und den Aufbau von Wörtern.
- Die Syntax untersucht die Struktur und den Aufbau von größeren Einheiten wie Phrasen und Sätzen.
- Die Semantik untersucht die wörtliche Bedeutung von sprachlichen Ausdrücken.
- Die Pragmatik untersucht die kommunikative Bedeutung von sprachlichen Ausdrücken.
Eine besondere Stärke der Sprachwissenschaft in Köln ist die starke Verzahnung von theoretischer und empirischer Sprachwissenschaft. Wir entwickeln theoretische Modelle zur Analyse von Sprache und unterziehen diese einer breiten empirischen Überprüfung, wobei wir inbesondere durch unser Labor für experimentelle Linguistik (XLinC) ein breites Methodenspektrum zur Verfügung haben: Blickbewegungsmessung, Gehirnstrommessung (EEG), Sprachproduktionslabor, Videolabor für multimodale Kommunikation u.a.
Ein weiterer wichtiger Schwerpunkte der SWD in Köln ist es, die komparative, vergleichende Perspektive in die germanistische Linguistik miteinzubeziehen. Wir forschen zum Deutschen im Vergleich zu anderen germanischen Sprachen, wie dem Englischen, dem Niederländischen und Schwedischen, und darüber hinaus zu Sprachen, die dem Deutschen nicht so eng verwandt sind, wie das Bulgarische, Spanische, Russische und das Türkische.
Schließlich bildet der Themenkomplex Text und Dialog einen wichtigen Fokus in unserer Arbeit. Wir erforschen sprachliche Form (Sprachmelodie), sprachliche Strukturen, sprachliche Bedeutung und auch den Verstehensprozess im Kontext, sei er monologischer oder dialogischer Natur.
Da die SWD in Köln eine forschungsorientierte Lehre in allen Studiengängen bietet (beispielsweise durch Sprache im Labor), erhalten die Studierenden in der SWD in Köln besonders in den oben genannten Schwerpunkten eine vertiefte Ausbildung.
| Aktuelles |
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| Maria Lialiou erhält den PhD Thesis Award 2025 der International Phonetic Association (IPA): Maria Lialiou wurde von der International Phonetic Association mit dem IPA PhD Thesis Award 2025 ausgezeichnet. Der Preis wurde nach einem hochkarätigen Auswahlverfahren ex aequo verliehen und würdigt zwei Dissertationen von außergewöhnlicher wissenschaftlicher Qualität. Das Komitee lobte die Dissertation „Prosody and attention orienting: The role of rising intonation in speech processing” von Maria Lialiou (Erstbetreuerin: Prof. Dr. Petra Schumacher) für ihre hohe wissenschaftliche Genauigkeit, konzeptionelle Klarheit und ihren wesentlichen Beitrag zur phonetischen Forschung. |
| Wir freuen uns sehr, mitteilen zu können, dass Guendalina Reul aus dem Team von Prof. Dr. Petra Schumacher bei der diesjährigen XPRAG 2025 Conference mit dem Sam Glucksberg Student Prize für Promovierende und early Postdocs für ihren Vortrag mit dem Titel “Ambiguity on the spot”: An EEG investigation of the interplay between the literal and figurative meaning in metonymy processing ausgezeichnet wurde. |
| In der diesjährigen Ausschreibungsrunde des UoC-Forums der Universität zu Köln, das innovative Kooperationsprojekte unterstützt, wurde das Projekt „Basal-Ganglia-Cortex Interaction in Motor Speech“ von Petra Schumacher (IdSLI), Doris Mücke (Institut für Phonetik), und Michael Barbe (Neurologie, Uniklinik Köln) zur Förderung ausgewählt. Das Projekt kombiniert kortikale EEG-Aufzeichnungen mit gleichzeitigen lokalen Feldpotenzialmessungen aus Basalganglienstrukturen während gezielter Sprachproduktionsaufgaben von Menschen mit Parkinson-Krankheit, um unser Verständnis der Interaktion zwischen Basalganglien und Kortex sowie der neurocomputationellen Modellierung der Sprachproduktion zu verbessern. Weitere Informationen zum UoC-Forum: (https://uni.koeln/BG85A) |
| Prof. Dr. Sophie Repp hat gemeinsam mit zwei britischen Kolleg:innen ein binationales Drittmittelprojekt zum Thema QuBisM - Questions, Bias, Multimodality: Negotiating Meaning in Interaction eingeworben. Es handelt sich um eine Kooperation mit den Universitäten Newcastle (England) und Aberdeen (Schottland), in dem drei Jahre lang die Bedeutungsnuancen von negativen Fragen wie zum Beispiel "Finden Sie die Vorweihnachtszeit nicht auch ziemlich stressig?" untersucht werden, und zwar im Deutschen und Englischen sowie mit Kindern und mit Erwachsenen. Das Projekt, das von der DFG und vom Arts and Humanities Research Council mit insgesamt ca. 850.000 Euro gefördert wird, beginnt 2025 und wird zwei Postdoktorand:innen beschäftigen. |